In den vergangenen 20 Jahren hatte ich Gelegenheit, mehrere hundert Schlüsselmitarbeitende, die an strategischen Initiativen arbeiteten, direkt einzustellen und/oder ihre Leistung zu begleiten. Ich habe beobachtet: Wenn etwas schiefläuft, hängt es in den meisten Fällen mit einer oder mehreren der folgenden Dimensionen zusammen, die ich als das PIKES-Modell bezeichne.
PIKES steht für Purpose, Integration, Knowledge, Ecosystem und Self. Auch wenn wir im Folgenden jede Dimension einzeln betrachten, ist das Ganze mehr als die Summe seiner Teile.
Purpose: Die erste Dimension betrifft das Sinnempfinden des Einzelnen. Gemeint ist die echte und tiefe persönliche Motivation jedes Teammitglieds, das Projekt zum Erfolg zu führen. Motivation ist bei jedem Menschen anders, aber sie muss vorhanden sein – andernfalls ist das Risiko sehr hoch, dass Menschen abspringen, sobald das Team seine erste ernste Krise durchlebt.
Integration: Die zweite Dimension betrifft den Grad der Integration zwischen den Teammitgliedern – im Kern geht es um Teamreife. Mit anderen Worten: Das Team sollte ein tiefes Verständnis davon haben, welche greifbaren und nicht greifbaren Elemente zu seinem Zusammenhalt beitragen – Werte, Verhaltensweisen sowie geschriebene und ungeschriebene Regeln, etwa Verlässlichkeit. Das Konzept der Integration ist zentral bei der Einstellung neuer Teammitglieder. Wenn die Führungskraft und die am Auswahlgespräch Beteiligten es nicht vollständig verstehen, werden sie kein Hochleistungsteam zusammenstellen können.
Knowledge: Diese Dimension umfasst die Beherrschung der zentralen fachlichen Kompetenzen, die für die Aufgabe oder die konkrete Initiative erforderlich sind. Sie schließt auch Soft Skills ein. Darüber hinaus geht es beim Wissen um die Fähigkeit jedes Einzelnen, Neues einzubringen. Über den offensichtlichen Innovationsbedarf hinaus läuft ein Team ohne kreatives Potenzial Gefahr, dass ihm bei der Lösung komplexer Probleme die Vorstellungskraft fehlt.
Ecosystem: Die vierte Dimension betrifft die Fähigkeit jedes Einzelnen, die Dynamik des größeren Umfelds zu verstehen (z. B. das Unternehmen und allgemeiner das Geschäftsfeld), sodass das Team auch bei stürmischem Wetter effizient navigieren und interagieren kann. Aus Ergebnissicht suchen wir beispielsweise die Fähigkeit, Ressourcen in der gesamten Organisation und darüber hinaus zu mobilisieren und die Unterstützung zentraler Stakeholder zu gewinnen.
Self: Die fünfte und letzte Dimension ist vor allem in kritischen Momenten entscheidend. Sie betrifft die Fähigkeit jedes Teammitglieds, die eigenen Emotionen zu beherrschen. Unkontrollierter Stress kann alle anderen Dimensionen entgleisen lassen. Es ist daher wesentlich, dass strategische Teams Stressmanagement als Kernkompetenz besitzen und sich ihrer Schwachstellen voll bewusst sind, um stressbedingte Herausforderungen antizipieren zu können.
Aus Managementsicht bedeutet das richtige Team zu haben: es zuerst auszuwählen und es dann – nicht minder wichtig – zu entwickeln. Im vollständigen Artikel hier finden Sie einige Risikofaktoren sowie Empfehlungen, wie Sie die richtigen Menschen auswählen und bestehende Teammitglieder fördern.
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